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Storch Heinar - der Fashion Trend gegen Rechts setzt sich vor Gericht durch Drucken E-Mail
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 13:34 Uhr
Storch Heinar Retter T-Shirt gegen Rechts Es klingt fast zu verrückt, um wahr zu sein: Ein Storch mit einer schweren Kindheit und einem Hitlerbärtchen will sich an allen rächen, die ihn je geschmäht haben, und bricht auf, um der größte Modedesigner aller Zeiten zu werden. Was sich nach dem Produkt eines Eierlikördeliriums anhört, ist in Wahrheit die Geschichte von Storch Heinar - einer satirischen Attacke gegen eine rechte Modemarke mit einem 'anderen Namen'. Hinter Storch Heinar steht die mecklenburgische Initiative “Endstation Rechts” unter Schirmherrschaft des SPD-Landtagsabgeordneten Mathias Brodkorb. Auf ihren Produkten - Jacken, Tassen, Einkaufsbeuteln und anderem - persiflieren sie die Motive der 'anderen Marke', die sich stark an nationalsozialistischer Symbolik und nordischer Mythologie orientieren. Mit Hilfe des verwirrt dreinblickenden Storchs Heinar im Hitler-Look oder seinem Kumpanen Benito Storcholini soll die rechte Formsprache satirisch entwertet werden. Die Umdeutung der Symbolik durch gnadenlose Parodie verstehen Brodkorb und seine Initiative als einen wirkungsvollen Schritt gegen Rechts. Und zumindest die brandenburgische Firma, der die 'andere Marke' gehört, scheint das ähnlich einzuschätzen - und hat Ende 2009 Klage gegen Brodkorb und seinen komischen Vogel Storch Heinar erhoben, damit der Verkauf der Storchenklamotten eingestellt wird. Die brandenburgische Firma behauptet: "Sowohl optisch als auch akustisch bestehe Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Marken, weil “Storch Heinar” zu deutlich an “die andere Marke” anklinge". Das liest sich nun fast schon wieder so komisch wie die Geschichte des eierlikörbesessenen Storchs, und eine ähnliche Auffassung haben die zuständigen Richter. So wurde der brandenburgischen Firma schon im Vorfeld empfohlen, die Klage besser fallen zu lassen: "Die andere Marke und der Storch sind nicht verwechselbar", sagte der Richter Norbert Rottmann zum Prozessauftakt. Klagen will die 'andere Marke' trotzdem. Obwohl aber auch die Storch-Heinar-Macher der Urteilsverkündung am 11. August 2010 durchaus entspannt entgegen sehen, wollen sie keineswegs nur abwarten und Eierlikör trinken. Um etwaige Prozesskosten tragen zu können, veranstalten sie auf ihrer Homepage verschiedene Aktionen. So kann man per SMS für Storch Heinar spenden oder ein T-Shirt kaufen, das mit den Schriftzügen “Retter” und “Weltkriegsverliererbesieger” in Anlehnung an eine einstige Aktion des Fußballclubs St. Pauli bedruckt ist. Auch direkte Überweisungen sind möglich. Kurios ist immerhin, dass das 'andere Label' direkt nach dem Start des Storch-Heinar-Projekts selbst die Marke “Storch Heinar” eintragen wollte. Das sei aber verweigert und 'die andere Marke' “vor Selbstverunglimpfung bewahrt” worden, bemerkt Mathias Brodkorb auf der Homepage von Storch Heinar. Die Zeichen stehen gut, dass auch die jetzige Attacke gegen Storch Heinar ohne Erfolg bleibt. Sollte die Klage abgewiesen werden, hat Storch Heinar auch schon eine Belohnung für seiner Unterstützer parat: eine große Party mit freiem Eierlikör für alle. Text und gefunden bei News Suite 101 und Storch Heinar hier günstig bei Ebay ersteigern
 

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