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Honigkuss, Vulva und Minibar - die Trends der Leipziger Buchmesse PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, den 18. März 2010 um 13:20 Uhr
Honigkuss Salwa Al Neimi Erotische Literatur"Honigkuss", "Die leuchtenden Farben der Nacht", "Vulva" - bei den meisten Neuvorstellungen auf der Leipziger Buchmesse weist schon der Titel eindeutig auf den erotischen Inhalt hin. Kein Wunder, schließlich hat Charlotte Roche mit ihrem Beststeller "Feuchtgebiete" den Weg frei gemacht, sich in dieser Thematik erfolgreich auszutoben - schriftstellerisch. Dass bei den Lesern derzeit offensichtlich ein Hang zum sinnlichen Lesen herrscht, zeigten schon die Verkaufszahlen von "Feuchtgebiete". Entsprechend groß ist die Themenverteilung der neuen erotischen Literatur. Sachbücher wie "Die kleine Kielsau" von Lorenz Schröter geben aktive Tipps zum Thema Sex. In diesen Fall zum Beispiel, wie man am besten im und am Wasser erotisch tätig wird. In der Reihe "Anais" des Berliner Verlags Schwarzkopf & Schwarzkopf widmen sich sehr junge Autorinnen ganz verschiedenen erotischen Bereichen - von aufregenden Erfahrungsberichten bis hin zu ausgefallenen Neigungen wie SM oder Fetisch-Kult. Werke wie "Honigkuss", ein Debut-Roman von Salwa Al Neimi tauchen in Form eines Romans tief ein in die Sinnlichkeit des erotischen Zusammenseins. "Vulva Die Enthüllung des unsichtbaren Geschlechts" vom Berliner Wagenbach Verlag analysiert die Rolle des weiblichen Organs in der Kulturgeschichte des Abendlandes. "Frühling und so" von Rebecca Martin erzählt die Geschichten des ausschweifenden Lebens einer Teenagerin - und zwar so intensiv, wie es wahrscheinlich nur eine gerade mal 18 Jahre alte Autorin beschreiben kann. Daneben zeigten sich eindeutige Trends zur Infantilität des Lesens, denn immer mehr Kinder- und Jugendliteratur wird von Erwachsenen konsumiert. Eindeutig ein Trend hin zu einer vereinfachten Form des Lesens um einen Ausweg aus unserer komplexen Umwelt zu suchen. Harry Potter und die Biss Vampir Reihe sind die Vorreiter dieser Welle. Und die renommierte Literatenschaft, wie Grass und Co brillierten mit Gedichten und Kurzgeschichten, was wiederum den Trend weg von den anspruchsvollen Schinken hin zu den stilvollen, treffenden und auf den Punkt gebrachten Kurzgeschichten des Lebens. Hervorzuheben wären hier Maxim Billers 'Liebe heute' und Kolja Mensings 'Minibar'. Und trotz aller iPads und Kindle E-Reader sind gedruckte Bücher nach wie vor im Trend und verzeichnen immer noch Verkaufrekorde. Die Fantasie stirbt eben zuletzt. Text und gefunden bei Max und Honigkuss hier günstig bei Ebay ersteigern
 

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