Microsoft dürfte gerade alle Hände voll damit zu tun haben, Windows Phone 7 Series pünktlich auf den Markt zu bringen. Das hält den US-Konzern aber nicht davon ab, weiter an neuen Eingabemethoden zu forschen. Das neueste Projekt heißt Skinput, eine Zusammensetzung des englischen Begriffes für Haut (Skin) und Eingabe (Input). Der Name ist Programm: Ein Armband, das der Nutzer am Oberarm trägt, fängt die leichten Schwingungen auf, die durch das Berühren der eigenen Haut entstehen. Neben den Schwingungen wertet das Armband auch akustische Signale aus, um zu erkennen, an welcher Stelle der Arm, die Hand oder sogar die einzelnen Finger berührt wurden. Die Berührungspunkte können überraschend exakt unterschieden werden, da die einzelnen Bereiche der Gliedmaßen wegen unterschiedlicher Knochen-, Gewebe- und Muskeldichte alle anders klingen und schwingen. Der Entwickler sprechen bereits jetzt von einer Trefferrate von über 95 Prozent, das System funktioniert auch während des Gehens oder Joggens. Damit der Nutzer weiß, wo er hintippen muss, projiziert ein in das Armband integrierter Mini-Beamer Menüs und Grafiken auf die Innenseite des Arms oder die Handfläche. Ein Video zeigt eindrucksvoll, wie man so Anrufe tätigen, einen MP3-Player steuern und sogar Spiele spielen kann. Wenn man sich erst einmal an die verschiedenen Touch Bereiche gewöhnt hat, dann könnte man möglicherweise auch irgendwann auf die Projektion verzichten. Na, wenn das kein Trend ist, der uns noch ein Weile beschäftigen wird. Microsoft entdeckt den eigenen Körper als Touchscreen und dürfte zumindest für eine Weile mal wieder von seinen sonstigen Problemen damit ablenken.