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Donnerstag, den 29. Juli 2010 um 10:43 Uhr |
Fünf Schuss mit der Kalaschnikow und ein Erinnerungsfoto mit durchlöcherter Zielscheibe: Hostels in Kiew werben mit Kriegsspielen in der Provinz. Ein Club bietet den Ballerspaß zu Billigpreisen an - und lockt zusätzlich mit einer jungen Chefin, deren liebstes Accessoire eine Panzerbüchse ist. Der angepriesene Ausflugsort steht im Umland von Kiew, in Brovary, 28 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, umrahmt von hohen Bäumen und grünen Flächen. Von dem weißen Giebel des Clubhauses grüßt der ausgestopfte Kopf eines Hirsches. Hier warten Männer mit geladenen Gewehren, und Frauen präsentieren in knappen Röcken und spitzen Stöckelschuhen das Angebot. Die Managerin des 'Schiess-Clubs' Irina Polonnikova, Ende 20, trägt einen schwarzen Rock, weiße Rüschenbluse. Ihr Handgelenk umschmiegt ein breites Perlenarmband. Sie sieht nicht aus wie jemand, der im Schießstand um die Wette ballert, sondern eher wie eine, für die die Männer auf dem Jahrmarkt eine rote Rose gewinnen wollen. Auf der Homepage des Sapsan Clubs (sapsanclub.org.ua) gibt es dazu Videos und Bilder mit Western High-Noon Sound und die günstigen Preise können pro Schuss und Waffe (von Pistole über Sturmgewehr bis hin zu Panzerbüchsen) nach einer Tabelle errechnet werden. Die Fans dieser neuen Art des Urlaubs scheinen begeistert von der unkomplizierten Art des Waffenumgangs und sprechen von einem 'skurilen aber nachhaltigen Erlebnis' und das nicht nur wegen der übersetzenden Hostess in High-Heels.
Text und gefunden bei Spiegel
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